Portfolio »Figurationen« 1967

Dieses Mappenwerk mit sieben Serigraphien, zwei Radierungen und einer Lithographie wurde aus Anlass der Ausstellung »Figuration« des Württembergischen Kunstvereins Stuttgart herausgebracht.

Die hier zusammengestellten Werke zeigen neue Formen der Wirklichkeit. Sie wollen nicht an der Außenwelt gemessen werden, sondern sie existieren innerhalb eines Kunstwerkes und haben nur in diesem Kraftfeld Bedeutung. Die in den Bildwerken auftauchenden Figuren und Gegenstände stehen nicht am Anfang, sondern am Ende eines künstlerischen Prozesses. Aus diesem Grund ist die individuelle Form des einzelnen Künstlers nicht dessen Ausgangspunkt. Es sind mit Wirklichkeit angereicherte Formvorstellungen und nicht aus der Wirklichkeit abstrahierte Formgebilde.

Dieser neue Zugang zur realen Umwelt und diese neue Funktion des Gegenstandes im Kunstwerk bezeichnen wir seit dem 1959 von Hans Platscheck veröffentlichen Essay (Neue Figurationen) als Figurationen.

Die zehn Einzelstudien dieser Mappe sollen die Hauptrichtung dieser neuen Auffassung zeigen.