Werner Berges
"Jede Menge Köpfe: Die neue Werkgruppe des Werner Berges"
Mit der von Werner Berges 2007/2008 geschaffenen Werkgruppe »Jede Menge Köpfe« hat der Künstler eine außergewöhnlich persönliche Arbeit abgeliefert. Persönlich deshalb, weil er seine Begegnungen, Verbindungen, Beziehungen und Auseinandersetzungen mit Menschen ins Bild setzte.
Leuchtende Primärfarben, klare Konturen, Rasterpunkte und Streifen, die den Gemälden auf spielerische Weise den Charakter von Reproduktionen verleihen, sind für seine Arbeiten typisch. Inhalt der Werke von
Werner Berges waren bisher häufig Frauen, die der Welt der Werbung entstiegen erscheinen. Seine jahrelang bevorzugten Motive waren Models und Stars aus der Werbe- und Modefotografie. Die erotischen Körper und die verführerischen Blicke werden in seinem 2007/2008 geschaffenen Zyklus von markanten Männerköpfen abgelöst. Ausdrucksstarke, durch Lebensspuren gezeichnete Physiognomien von
sechsundsechzig Persönlichkeiten, die den Lebensweg des beim Beginn des Projektes sechsundsechzig Jahre zählenden Künstlers kreuzten oder begleiteten, wurden zum Material, zu Topoi. Berges hat die Portraitierten - die meisten von ihnen wussten nichts davon - während der zweijährigen Arbeitsphase in seinem Sinn künstlerisch verarbeitet. Auf einer 152 x 250 cm großen Leinwand sind sie zum gewaltigen farbstarken Panorama von Gesichtern und Attributen komponiert. Durch plakative Flächigkeit und raffinierte Perspektiven, durch Überpointierung, oft auch grotesker Verzerrung, werden aus diesen Portraits kritische Arbeiten, die ebenso Manipulation und Selbstentfremdung aufscheinen lassen. Diese »Kopfbilder« zeigen eben nicht nur Köpfe, sondern, was dem Kopf von Werner Berges zu ihnen eingefallen ist: Aura und Vorstellungen, die der Künstler den Persönlichkeiten zugewiesen hat.
In der Malerei hat das Portrait seit dem 17. Jahrhundert stark an Bedeutung gewonnen. Fast alle namhaften Maler haben sich seitdem mit Portraits befasst und zur Entwicklung einer großen Darstellungsvielfalt beigetragen. Seit dem19. Jahrhundert ergänzt Fotografie als Darstellungsmittel die Portraitmalerei. Werner Berges hat bei seiner Werkgruppe »Jede Menge Köpfe« in der ihm eigenen Art wieder einmal Malerei und Fotografie kombiniert und in zeitgenössische Pop Art verwandelt.
Claus A. Froh
Eine Kassette mit 66 Portraits
vom Künstler signierte Digitalgraphik im Format 21 x 29,7 cm,
in einer auf 66 Exemplare limitierten Auflage.
Der Preis beträgt pro Kassette EUR 1180.-
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Der 1941 in Cloppenburg geborene Werner Berges zählt zu den Künstlern, die die Pop Art in Deutschland manifestierten und etablierten. Er gehört zu den bekanntesten deutschen Pop Artisten und ist weltweit in zahlreichen öffentlichen und privaten Sammlungen vertreten. Von 1960 bis 1963 studierte er an der Staatlichen Kunstschule in Bremen bei Professor Johannes Schreiter. 1963 bis 1968 folgte ein Studium an der Staat-lichen Hochschule für Bildende Künste Berlin bei Professor Alexander Camaro. In dieser Zeit gehörte er auch der Künstlerinitiative »Großgörschen 35« an. Werner Berges lebt und arbeitet inSchallstadt/Freiburg und in Cadaqués, Spanien. Er ist Mitglied des Deutschen Künstlerbundes und des Künstlerbundes Baden-Württemberg.


